Agile Schätzung: vollständiger Leitfaden
Agile Schätzung geht nicht darum, die Zukunft vorherzusagen. Es geht darum, aufzudecken, was das Team noch nicht weiss. Eine gute Schätzsitzung bringt versteckte Komplexität, unstated Annahmen und ungelöste Abhängigkeiten ans Licht.
Story Points vs. Stunden
Story Points messen relative Komplexität innerhalb des Teams. Eine 5-Punkte-Story ist ungefähr doppelt so komplex wie eine 3-Punkte-Story, unabhängig davon, wer sie umsetzt. Stunden variieren; relative Komplexität ist stabil.
Wie Velocity funktioniert
Velocity ist die durchschnittliche Anzahl von Story Points, die ein Team pro Sprint abschliesst. Nach 3 bis 5 Sprints stabilisiert sie sich und wird zum zuverlässigen Werkzeug für Release-Planung und Sprint-Commitment.
Häufige Schätzfehler
| Fehler | Warum es schadet | Lösung |
|---|---|---|
| In Stunden schätzen | Ankert an individueller Geschwindigkeit | Zu relativen Story Points wechseln |
| Am ersten Schätzwert verankern | Verhindert unabhängige Schätzung | Karten immer gleichzeitig aufdecken |
| Bugs bei der Schätzung ignorieren | Bläht Velocity auf | Bugs schätzen die echten Aufwand erfordern |
| Velocities zwischen Teams vergleichen | Unterschiedliche Skalen und Kontexte | Velocity ist nur eine interne Kennzahl |
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Story Points und Stunden?
Story Points messen relative Komplexität, nicht Zeit. Eine 5-Punkte-Story ist ungefähr doppelt so komplex wie eine 3-Punkte-Story, unabhängig vom Entwickler.
Wie viele Sprints braucht Velocity zur Stabilisierung?
Typischerweise 3 bis 5 Sprints. Der erste Sprint ist oft niedriger, da das Team seine Schätzung kalibriert. Ab Sprint 4 oder 5 ist der Durchschnitt zuverlässig genug für Release-Terminprognosen.